Galerie Gilla Lörcher
Contemporary Art

Anna B. Wiesendanger | Zeichnungen | 26.04.2014 - 6.06.2014

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Wir freuen uns sehr, die faszinierenden Zeichnungen der Schweizer Künstlerin ANNA B. WIESENDANGER zu präsentieren. Die in Basel lebende Künstlerin Anna B. Wiesendanger (Jahrgang 1952) widmet sich von jeher vorwiegend einem Medium: der Zeichnung. Über die Jahre entwickelte sie ein virtuoses Notationssystem, bei dem sie sich von der Wahrnehmung von architektonischen und räumlichen Strukturen inspirieren lässt und diese in eine Art abstrakten Raumplan transferiert.

Mal sind es kartografisch anmutende urbane Szenerien, bei denen Anna B. Wiesendanger eine Perspektive oder Bauwerke wie Brücken, Wasserwege und Gebäude auf ihre Art vermisst, dann wieder legt sie mehrere Perspektiven übereinander und lässt den urbanen Raum, in dem wir leben um so spürbarer werden. Mit starken Pinselstrichen und dynamischer Linienführung bildet die Künstlerin ein Geflecht von linearen Umriss- und Perspektivkonstruktionen von Körpern und Räumen.

Bei der großformatigen 6-teiligen Arbeit „340989,“ (aus dem Jahre 1989) dekonstruiert und konstruiert Anna B. Wiesendanger einen Raum, der zugleich als Interieur wie auch als Gebäudeansicht wahrgenommen werden kann. Alle vorgefundenen Formen des Raumes (Badewanne, Abflussrohre, Lampen, Möbel, Fernseher, Nähmaschine, ...) scheinen dabei von ihren Proportionen befreit und einzig deren Umrisse und die sich ergebenden jeweiligen Perspektiven werden zu Elementen einer visionären Raumauflösung. In zahlreichen Layers finden sich Gegenstandsumrisse übereinander geschichtet, so dass ein Dickicht entsteht, in dem alle Dinghaftigkeit des Vorgefundenen ad absurdum geführt wird und sich ergebende räumliche Perspektiven nur für kurze Momente und nur noch fragmentarisch lesbar werden.


English

We are very happy to present the fascinating drawings of the Swiss artist, ANNA B. WIESENDANGER. The artist, who lives in Basel and was born in 1952, devotes herself mainly to the one medium: drawing. For years she has developed a virtuoso system of notation inspired by the perception of architectural and spatial structures and transfers these into a kind of spatial plan.

Sometimes there are cartographic-like sceneries in which Anna B. Wiesendanger, in her own way, misses a perspective or structures such as bridges, waterways or buildings and then lays several perspectives on top of each other, and allows the urban space in which we live to become even more perceptible. The artist constructs a network of linear outlines and perspectival constructions of bodies and spaces with strong brush strokes and dynamic lines.

In the large-format, 6-part work, ‘340989’, (1989) Anna B. Wiesendanger deconstructs and constructs a space that can simultaneously be seen as an interior and as the view of a building. All the forms found in the space (bathtub, waste pipe, lamps, furniture, TV, sewing machine...) appear freed of their proportions and only their outlines and each resulting perspective become elements of a visionary spatial solution. The objects’ outlines are overlaid in numerous layers so that a thicket develops in which the ‘thing-ness’ of all found objects is reduced to absurdity, and the resulting spatial perspectives can only be read fragmentarily and only for a moment.


Text: Gilla Lörcher
Translated by H. Allen





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