Galerie Gilla Lörcher
Contemporary Art

Barbara Sturm, Monika Romstein, Iris Musolf | still | group exhibition | 10.12.2011 - 14.01.2012

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still

(Etwas hält an / etwas ist unbewegt / etwas geht einfach weiter / etwas dauert weiter an / etwas ist ganz ruhig / etwas wird beschwichtigt / still - als eine Ode an den Moment)
Die Gruppenausstellung „still“ (10.12.11 – 14.01.12) präsentiert Arbeiten der Künstlerinnen Barbara Sturm, Monika Romstein und Iris Musolf.
Präsentiert werden Gemälde, Collagen, eine Fotoarbeit, zwei Videoarbeiten sowie eine Papierarbeit.

Mit der großformatigen Papierarbeit „ Still life I Loud drawing to annoy the neighbors, 2010“ (120 x 85 cm) hat Barbara Sturm eine Zeichnung in die Ausstellung eingebracht, die als Aufforderung zu einem Trinkgelage gelesen werden kann. Mit dicht gesetzten Bleistiftschraffierungen ist das Geräusch seiner Entstehung förmlich zu hören. Ihre Videoarbeit „Playing Schönberg to a Rave, 2011“ beschäftigt sich mit einer Menschenansammlung bei einer Raveparty. Mit Zeitlupentechnik gedehnte Szenen und Einspielung der Schönberg´schen Musik, verfremden die Szenen, ohne sie lächerlich oder unglaubwürdig zu machen. Eine auf der Straße ausgetragene Begeisterung für Schönberg könnte genau so aussehen. Ein Traum für Fans neuer Musik.

Monika Romstein hat für „still“ drei ölgemälde von 2011 ausgewählt. „Kühl gestimmte Abenddämmerung“ (49,5 x 57 cm) könnte den versunkenen Moment einer Landschaftsbetrachtung darstellen. Der Blick auf den Wald aus der Perspektive dessen, der den Berg erklommen hat. Oder hält das Bild nur den Moment fest, bevor etwas Unvorhergesehenes passiert? Wie bei „Der düstere Tag / der perfekte Moment“ (45 x 40 cm), auf der eine Dame in einer theaterkulissenhaften (?) Szene vermutlich gleich jemanden abknallen wird. Romsteins Arbeiten sind wie immer wunderbar spannungsgeladen und entziehen sich jeder Bedeutungshoheit. Ganz phantastisch absurd auch ihr „Der Gott der Chiffren“ (34,5 x 30 cm).

Bei den fünf Papier-Collagen (30 x 40cm und 40 x 50 cm/ von 2008 und 2009) von Iris Musolf geht es ganz um das Körperliche. Fragile, absurde Fleischfabelwesen auf der Suche nach einem Körper. Iris Musolf bedient sich bei den Bild gewordenen Mantras der Frauenzeitschriften und lässt uns über Schönheit als Konstrukt und den Schönheitsbegriff unserer Zeit nachdenken. Beklemmend genau auf den Punkt bringt die Künstlerin das Thema auch in ihrer hier ebenfalls präsentierten neusten Videoarbeit „Wer schön sein will, muss leiden, 2011“. Mit der Fotoarbeit „Duzzy Duck, 2011“ (30 x 40 cm) schließt die Künstlerin an das Thema Sexpuppen (Sex crime, beasts and tenderness, 2011) an und setzt das Objekt des Begehrens als Tunnelblick ins Nichts in Szene.


still
mit Arbeiten von BARBARA STURM, MONIKA ROMSTEIN und IRIS MUSOLF
Dauer der Ausstellung 10. Dezember 2011 – 14. Januar 2012
Öffnungszeiten Mi-Sa 13-18 Uhr und nach Vereinbarung

Galerieferien vom 22.12.-06.01.2012. In dieser Zeit ist die Galerie nur nach telefonischer Vereinbarung geöffnet.


Pohlstraße 73 | 10785 Berlin
Fon: +49 (0)30 80 61 32 34
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