Galerie Gilla Lörcher
Contemporary Art

Paperwork I Susanne Jung, Owen Schuh, Dana Widawski I 14.12.2013 - 24.01.2014

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Paperwork

Mit der Gruppenausstellung PAPERWORK widmet sich Galerie Gilla Lörcher dem Thema „Arbeiten auf Papier“ und stellt drei interessante künstlerische Positionen vor.
Präsentiert werden die faszinierenden Arbeiten des in San Francisco lebenden US-amerikanischen Künstlers Owen Schuh (geb. 1982 in Stevens Point, Wisconsin), der seinen Zeichnungen mathematische Funktionen unterlegt und diese zu komplexen organischen Gebilden anwachsen lässt. Seine Zeichnungen erinnern an Zellstrukturen, Schaltpläne oder mäandernde Stammbäume. Der mit hauchzarten Silber-, Kupfer und Bronzestift gezeichneten Arbeit „Cell Colony“ (2011) liegt ein einfacher Parameter zugrunde. „Begonnen wird mit einem einzelnen Kreis, jeder folgende Kreis muss so nah wie möglich am zuerst gezeichneten Kreis liegen. Zudem wird jeder zehnte Kreis etwas kleiner als der die übrigen Kreise gezeichnet“, beschreibt Carlos Paulus die „Cells“-Arbeiten von Owen Schuh im Ausstellungskatalog “System und Sinnlichkeit“, herausgegeben vom Kupferstichkabinett - Museen zu Berlin in 2013.
Künstlerin Dana Widawski (geb. 1973 in Berlin) zeigt in der Ausstellung PAPERWORK erstmals ihre 9-teilige Serie „Briefe an ein Orchester“, bei denen es um die Visualisierung der Vielschichtigkeit der Musik geht. Es sind Arbeiten, die 2001 entstanden sind und die in 2002 als Kunst am Bau für die Georg-Friedrich-Händel-Halle der Stadt Halle ihre großformatige Umsetzung in einer permanenten Installation fanden. „Der Entstehungsprozess der Briefe“, so Dana Widawski, „lässt sich mit einem Konzert in vier Sätzen vergleichen, es ist eine zeichnerisch malerische Abfolge von Schichtungen und Überlagerungen, ein gegenseitiges Durchdringen von Struktur und Farbe“.
Bei den feinen Gouachen (2012) der Künstlerin Susanne Jung (geb. 1964 in Prien) hingegen steht der Umgang mit Licht und Raum im Vordergrund. Ihre monochromen Farbflächen auf Papier, geprägt von einem flachen Pinselduktus, scheinen dem Betrachter geradezu davon schweben zu wollen.


Paperwork

Paperwork presents the fascinating works of the American artist, Owen Schuh, (born 1952, lives in San Francisco) who underlays his drawings with mathematical functions which are allowed to grow into complex organic images. Dana Widawski (born 1973 in Berlin) shows her 9-piece series, ‘Briefe an ein Ochestre’ (Letters to an Ochestra) which deal with the complexity of music.
The works were produced in 2001, and were permanently installed in a large-scale format in the Percent for Art scheme in the Georg-Friedrich-Handel Hall in Halle. “The developmental process of the letters”, according to Dana Widawski, “can be compared to a concert in four sentences; it is a graphic, painterly sequence of layers and overlayings, a mutual penetration of structure and colour.” In the subtle gouaches from 2012 by the artist, Susanne Jung (born 1964 in Prien), however, light and space are foregrounded. Her monochrome colour areas on paper, marked by a flat use of brush, appear to almost want to float in front of the viewer.

Text: Gilla Lörcher
Translated by H. Allen



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